Die Arbeit der nationalen Beobachtungsstellen

In Frankreich, Deutschland und Polen haben die von den Sozialpartnern eingerichteten nationalen Beobachtungszentren die Arbeiten aufgenommen.

  • In Frankreich ist die Stelle bei der „Mutualité sociale Agricole“ (MSA) in Paris angesiedelt,
  • in Deutschland beim „Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung“ (LSV) in Kassel und
  • in Polen beim „Instytut Medycyny PracyWsi“ (IMW) in Lublin.

Anlässlich einer Konferenz der europäischen Sozialpartner am 7. und 8. Juni 2011.

Wie werden nationale Beobachtungsstellen gegründet?

Folgendes Vorgehen wurde in den betroffenen Ländern gewählt:

  1. Vertreter der Sozialpartnerorganisationen treffen sich und überlegen, welche Institution in ihrem Land besteht, die die Kapazitäten und Kenntnisse hat, um die Arbeiten einer nationalen Beobachtungsstelle durchzuführen:
    a. Erfassung oder Sammlung von MSE in der Landwirtschaft als Basis für statistische Arbeiten,
    b. Kenntnisse über „Beste Praktiken“, wie arbeitsbedingte MSE bei landwirtschaftlichen Arbeitnehmern reduziert werden,
    c. Übermittlung dieser Informationen an die nationalen Sozialpartner.
  2. Die Vertreter der Sozialpartner treffen sich mit der identifizierten Einrichtung und bitten um Aufnahme der Tätigkeiten. Falls nötig und sinnvoll, können die Sozialpartner Unterstützung bei der nationalen Regierung oder weiteren nationalen Stellen einholen. Ebenso stehen die Sekretariate der Europäischen Sozialpartnerorganisationen gerne zur Verfügung. Nach Schaffung von mindestens 9 nationalen Beobachtungsstellen sollen die Arbeiten unter Anspruchnahme europäischer Fördergelder fortgesetzt werden.
  3. Die nationalen Sozialpartner sollten jährliche Berichte der Beobachtungsstellen entgegennehmen und diese dem „Ausschuss für den sozialen Dialog in der europäischen Landwirtschaft“ übermitteln.